Schweizer IBAN und IID prüfen
Eine Schweizer IBAN hat 21 Zeichen. Das Tool prüft Aufbau und Modulo-97-Prüfziffer und ordnet die enthaltene IID beziehungsweise Bankenclearingnummer über den SIX Bank Master zu. Es bestätigt weder Kontoinhaber noch Kontostatus.
Wofür brauche ich ein IBAN-Abfrage-Tool?
Wer eine IBAN erhält – etwa auf einer Rechnung, in einer E-Mail oder als Zahlungsinformation eines Geschäftspartners – sieht zunächst nur eine lange Zeichenkette aus Buchstaben und Ziffern. Darin stecken das Land, eine Bankkennung und die Kontonummer. Unser kostenloses IBAN-Prüfwerkzeug unterstützt IBANs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es liefert die enthaltene Bankleitzahl beziehungsweise IID, die Kontonummer und – sofern in der Datenquelle vorhanden – Bankname und BIC/SWIFT-Code.
Das ist besonders dann hilfreich, wenn Sie überprüfen möchten, ob eine IBAN tatsächlich zur angegebenen Bank gehört, wenn Sie den BIC für eine internationale Überweisung benötigen oder wenn Sie die Bankleitzahl und Kontonummer getrennt voneinander brauchen – etwa für ältere Formulare, interne Buchhaltungssysteme oder den Abgleich mit bestehenden Stammdaten.
So nutzen Sie die IBAN-Abfrage – Schritt für Schritt
1. IBAN eingeben
Geben Sie die zu prüfende IBAN in das Eingabefeld ein. Das Tool akzeptiert IBANs sowohl im kompakten Format (z. B. DE89370400440532013000) als auch mit Leerzeichen in Vierergruppen (DE89 3704 0044 0532 0130 00) – die Formatierung wird automatisch bereinigt. Über das kleine X-Symbol am rechten Rand des Eingabefeldes können Sie das Feld jederzeit leeren und eine neue IBAN eingeben.
Nach dem Absenden prüft das Tool die formale Gültigkeit. Sollte die IBAN ein ungültiges Format aufweisen oder die Prüfziffer nicht stimmen, erhalten Sie eine entsprechende Meldung.
2. Abfrage starten
Klicken Sie auf den Button „IBAN prüfen", um die Analyse zu starten. Das Tool zerlegt die IBAN in ihre Bestandteile, gleicht die enthaltene Bankleitzahl mit einer aktuellen Bankendatenbank ab und ermittelt das zugehörige Kreditinstitut.
3. Ergebnisse einsehen und kopieren
Nach der Abfrage erscheint ein übersichtliches Ergebnis-Panel mit vier Informationsfeldern:
Bankname – Der vollständige Name des Kreditinstituts, dem die IBAN zugeordnet ist. So erkennen Sie sofort, ob die IBAN tatsächlich zu der Bank gehört, die Ihr Gegenüber angegeben hat.
BIC/SWIFT-Code – Die internationale Bankkennung im Format aus 8 oder 11 Zeichen. Diesen Code benötigen Sie, wenn Sie Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums tätigen oder wenn ein ausländischer Zahlungsdienstleister den BIC zusätzlich zur IBAN verlangt.
Bankleitzahl (BLZ) – Die nationale Kennung der Bank, extrahiert aus der IBAN. In Deutschland sind das die Stellen 5 bis 12 der IBAN (acht Ziffern), in Österreich die Stellen 5 bis 9 (fünf Ziffern).
Kontonummer – Die in der IBAN enthaltene Kontokennung, die den verbleibenden Teil der landesspezifischen Struktur bildet.
Jedes der vier Felder verfügt über eine eigene Kopierfunktion: Ein Klick auf das Kopier-Symbol überträgt den jeweiligen Wert in Ihre Zwischenablage. Auf diese Weise übernehmen Sie einzelne Angaben fehlerfrei in andere Anwendungen, Formulare oder Dokumente.
Was genau passiert bei der IBAN-Entschlüsselung?
Eine IBAN ist kein zufälliger Code, sondern folgt einer klar definierten Struktur. Unser Tool liest diese Struktur aus und ordnet jedem Abschnitt seine Bedeutung zu:
Ländercode (Stellen 1–2): Die ersten beiden Buchstaben identifizieren das Land, in dem das Konto geführt wird – zum Beispiel „DE" für Deutschland, „AT" für Österreich oder „CH" für die Schweiz. Anhand dieses Codes bestimmt das Tool, nach welchem nationalen Schema die restliche IBAN zu interpretieren ist, da sich die Aufteilung in Bankleitzahl und Kontonummer je nach Land unterscheidet.
Prüfziffer (Stellen 3–4): Diese beiden Ziffern werden nach dem Modulus-97-Algorithmus (ISO 7064) aus dem gesamten Inhalt der IBAN errechnet. Unser Tool verifiziert, dass die Prüfziffer korrekt ist – stimmt sie nicht, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Tippfehler oder eine manipulierte IBAN.
Bankleitzahl (länderspezifische Position): Je nach Land folgt an einer festen Position die Bankleitzahl. Das Tool extrahiert diese und schlägt sie in einer gepflegten Datenbank nach, um den Banknamen und den BIC zu ermitteln.
Kontonummer (restliche Stellen): Der verbleibende Teil der IBAN enthält die Kontonummer, gegebenenfalls mit führenden Nullen auf die landesspezifische Standardlänge aufgefüllt.
Typische Anwendungsfälle
Rechnungsprüfung und Zahlungsverkehr: Sie erhalten eine Rechnung mit IBAN und möchten prüfen, ob die Bankverbindung formal plausibel ist. Das Werkzeug kann die enthaltene Bankkennung zuordnen. Ob die Bankverbindung tatsächlich zum erwarteten Empfänger gehört, muss unabhängig davon geprüft werden.
Buchhaltung und Stammdatenpflege: In vielen ERP- und Buchhaltungssystemen werden Bankleitzahl und Kontonummer nach wie vor getrennt gespeichert. Wenn Sie neue Lieferanten oder Kunden anlegen und nur eine IBAN vorliegt, zerlegt unser Tool diese in die benötigten Einzelfelder.
Internationale Zahlungen: Für Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums wird oft der BIC/SWIFT-Code verlangt. Statt diesen separat zu recherchieren, extrahieren Sie ihn direkt aus der IBAN.
Datenbereinigung und Migration: Bei der Umstellung älterer Systeme auf IBAN-basierte Formate – oder umgekehrt – hilft das Tool, große Mengen an Bankverbindungen zu entschlüsseln und in die benötigten Einzelfelder aufzuteilen.
Persönliche Kontrolle: Sie möchten prüfen, ob eine IBAN, die Ihnen jemand gegeben hat, formal korrekt ist und zu einer realen Bank gehört – etwa bevor Sie eine größere Überweisung tätigen oder ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen.
Praxistipps rund um die IBAN-Abfrage
IBAN vor Überweisungen gegenchecken. Besonders bei erstmaligen Zahlungen an neue Empfänger lohnt sich der kurze Check: Stimmt der angezeigte Bankname mit der Erwartung überein? Falls die IBAN angeblich zu einer Sparkasse gehören soll, das Tool aber eine Direktbank anzeigt, sollten Sie nachfragen.
BIC separat abspeichern. Auch wenn der BIC für SEPA-Zahlungen nicht mehr zwingend ist, verlangen manche Systeme und Formulare ihn nach wie vor. Kopieren Sie den BIC direkt aus dem Ergebnis und hinterlegen Sie ihn zusammen mit der IBAN in Ihren Stammdaten – das spart spätere Recherche.
Auf führende Nullen achten. Die angezeigte Kontonummer enthält möglicherweise führende Nullen, die in der IBAN enthalten sind, aber auf dem ursprünglichen Kontoauszug nicht dargestellt wurden. Beide Varianten bezeichnen dasselbe Konto.
Ergebnis als Plausibilitätsprüfung verstehen. Unser Tool bestätigt, dass die IBAN formal korrekt aufgebaut ist und ordnet die enthaltene Bankkennung anhand der verfügbaren Datenquelle zu. Es bestätigt jedoch nicht, dass das Konto aktiv ist oder einem bestimmten Inhaber gehört. Für eine vollständige Verifizierung wenden Sie sich an Ihre Hausbank.
Länderspezifische Besonderheiten beachten. Die Länge und Struktur der IBAN variiert je nach Land erheblich. Eine deutsche IBAN umfasst 22 Zeichen, eine österreichische 20, eine Schweizer 21. Wenn das Tool eine IBAN als ungültig meldet, prüfen Sie, ob alle Zeichen vollständig übertragen wurden – gerade beim Kopieren aus PDFs oder E-Mails gehen manchmal Zeichen verloren.