Warum einen QR-Code für Überweisungen erstellen?
Jeder kennt das: Eine Rechnung liegt vor, und der Empfänger muss IBAN, Betrag, Verwendungszweck und Name mühsam Zeichen für Zeichen in die Banking-App eintippen. Dabei schleichen sich leicht Fehler ein – eine vertauschte Ziffer in der IBAN, ein fehlender Buchstabe im Verwendungszweck, ein Komma an der falschen Stelle beim Betrag. SEPA-QR-Codes lösen genau dieses Problem: Sie bündeln sämtliche Überweisungsdaten in einem scannbaren Code, den die Banking-App des Zahlenden automatisch ausliest und in das Überweisungsformular einträgt.
Unser kostenloser SEPA-QR-Code-Generator erstellt solche Zahlungscodes in Sekunden. Sie geben die Überweisungsdaten ein, das Tool erzeugt einen standardkonformen QR-Code nach dem EPC-QR-Standard (European Payments Council), und Sie können ihn direkt herunterladen – für Rechnungen, Spendenaufrufe, Zahlungsaufforderungen oder den eigenen Webauftritt.
So erstellen Sie einen SEPA-QR-Code – Schritt für Schritt
1. Empfängername eingeben
Tragen Sie im ersten Feld den vollständigen Namen des Zahlungsempfängers ein – also den Namen, wie er bei der Bank hinterlegt ist. Bei Privatpersonen ist das der Vor- und Nachname, bei Unternehmen der offizielle Firmenname. Dieser Name erscheint später in der Banking-App des Zahlenden als Empfänger der Überweisung.
2. IBAN des Empfängers angeben
Geben Sie die IBAN des Zielkontos ein, auf das die Zahlung eingehen soll. Das Tool akzeptiert die IBAN sowohl mit als auch ohne Leerzeichen. Über das X-Symbol neben dem Eingabefeld können Sie die Eingabe jederzeit löschen und eine andere IBAN eintragen. Ungültige IBANs werden automatisch erkannt und mit einer Fehlermeldung markiert.
3. BIC und Betrag festlegen
Im nächsten Abschnitt finden Sie zwei nebeneinanderliegende Felder:
BIC/SWIFT-Code – Die internationale Bankkennung des Empfängerkontos. Innerhalb des SEPA-Raums ist der BIC für die meisten Überweisungen nicht mehr zwingend erforderlich, wird aber von manchen Banking-Apps beim Scannen des QR-Codes mit angezeigt. Wenn Sie den BIC zur Hand haben, tragen Sie ihn ein – andernfalls können Sie das Feld auch leer lassen.
Betrag – Der Überweisungsbetrag in Euro. Geben Sie den Betrag als Zahl ein (z. B. 49.90 oder 150). Lassen Sie das Feld leer, wenn der Zahlende den Betrag selbst bestimmen soll – etwa bei Spendenaufrufen oder flexiblen Zahlungsaufforderungen. In diesem Fall zeigt die Banking-App beim Scannen ein leeres Betragsfeld, das manuell ausgefüllt wird.
4. Verwendungszweck und Referenzen hinzufügen
Drei weitere Felder ermöglichen Ihnen, den Zahlungsvorgang genauer zu beschreiben:
Zahlungsgrund (Purpose) – Ein standardisierter vierstelliger Code nach ISO 20022, der den Zweck der Zahlung kategorisiert (z. B. „SALA" für Gehaltszahlungen oder „RINP" für wiederkehrende Raten). Dieses Feld ist optional und wird vor allem im geschäftlichen Zahlungsverkehr verwendet.
Zahlungsreferenz (Remittance Reference) – Eine strukturierte Referenznummer nach dem Standard ISO 11649 (Creditor Reference), die eine Zahlung eindeutig identifizierbar macht. Besonders nützlich für Unternehmen, die eingehende Zahlungen automatisiert mit offenen Posten abgleichen.
Verwendungszweck (Remittance Text) – Der klassische Freitext-Verwendungszweck, wie ihn jeder von Überweisungen kennt. Hier tragen Sie z. B. eine Rechnungsnummer, eine Kundennummer oder einen beschreibenden Text ein (z. B. „Rechnung 2024-0815" oder „Mitgliedsbeitrag 2025"). Beachten Sie, dass Zahlungsreferenz und Verwendungszweck sich gegenseitig ausschließen – der EPC-Standard erlaubt nur eines von beiden.
Mitteilung an den Zahler (Message) – Ein optionaler Hinweis, der dem Zahlenden beim Scannen angezeigt wird, aber nicht in den Überweisungsdaten selbst übermittelt wird. Hier können Sie z. B. eine Frist nennen („Bitte bis 15.04. überweisen") oder einen Dankestext hinterlegen.
5. QR-Code generieren und herunterladen
Klicken Sie auf „QR-Code erstellen", und das Tool erzeugt den fertigen SEPA-QR-Code. Dieser wird Ihnen als Vorschaubild direkt auf der Seite angezeigt. Über den Download-Button speichern Sie den QR-Code als Bilddatei auf Ihrem Gerät und können ihn anschließend in Rechnungen, Briefe, E-Mails, Websites oder Flyer einbinden.
Was ist ein SEPA-QR-Code und wie funktioniert er?
Ein SEPA-QR-Code – auch EPC-QR-Code genannt – ist ein zweidimensionaler Barcode, der Überweisungsdaten in einem standardisierten Format enthält. Der zugrunde liegende Standard wurde vom European Payments Council (EPC) definiert und heißt offiziell „EPC Quick Response Code" (EPC069-12). Er legt fest, welche Datenfelder in welcher Reihenfolge im QR-Code enthalten sein dürfen und wie sie codiert werden.
Wenn ein Zahlender diesen QR-Code mit seiner Banking-App scannt, werden sämtliche enthaltenen Informationen – Empfängername, IBAN, BIC, Betrag, Verwendungszweck – automatisch in das Überweisungsformular der App übernommen. Der Zahlende muss die Daten nur noch prüfen und die Überweisung freigeben. Das spart Zeit, reduziert Tippfehler und sorgt dafür, dass Verwendungszweck und Betrag exakt so ankommen, wie der Empfänger es vorgesehen hat.
Der EPC-QR-Standard wird von den meisten europäischen Banking-Apps unterstützt, darunter die Apps großer Banken in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und vielen weiteren SEPA-Ländern. Technisch handelt es sich um einen einfachen QR-Code mit einem strukturierten Textinhalt – es wird keine spezielle App benötigt, jede Banking-App mit QR-Scanner erkennt das Format.
Für wen eignet sich der SEPA-QR-Code-Generator?
Selbstständige und Freiberufler profitieren besonders von SEPA-QR-Codes auf Rechnungen. Statt darauf zu hoffen, dass Kunden die IBAN fehlerfrei abtippen, platzieren Sie einfach einen QR-Code auf jeder Rechnung. Das beschleunigt den Zahlungseingang spürbar: Kunden scannen den Code, bestätigen die Überweisung – fertig. Kein Suchen nach der IBAN, kein manuelles Eintippen, kein vergessener Verwendungszweck.
Kleine und mittlere Unternehmen nutzen den QR-Code nicht nur auf Rechnungen, sondern auch auf Mahnungen, Angeboten mit Anzahlungsaufforderung oder in der E-Mail-Signatur. In Kombination mit einer strukturierten Zahlungsreferenz (Creditor Reference) lassen sich eingehende Zahlungen automatisiert zuordnen, was die Buchhaltung erheblich vereinfacht.
Vereine und gemeinnützige Organisationen setzen SEPA-QR-Codes auf Spendenaufrufen, Mitgliedschaftsformularen und Veranstaltungsflyern ein. Besonders praktisch: Lassen Sie das Betragsfeld leer, damit Spender selbst entscheiden, wie viel sie geben möchten. Name, IBAN und Verwendungszweck sind dennoch vorausgefüllt.
Privatpersonen erstellen QR-Codes etwa für WG-Abrechnungen, Hochzeitseinladungen mit Geldwunsch oder den unkomplizierten Austausch von Bankverbindungen. Statt die IBAN in eine Messenger-Nachricht zu kopieren, senden Sie einfach den QR-Code als Bild.
Online-Händler und Dienstleister binden den QR-Code als Alternative zu elektronischen Zahlungsmethoden auf Bestellbestätigungsseiten oder in Auftragsbestätigungen ein – für Kunden, die eine klassische Banküberweisung bevorzugen.
Praxistipps für SEPA-QR-Codes
Verwendungszweck immer vorausfüllen. Der häufigste Grund für nicht zuordenbare Zahlungseingänge ist ein fehlender oder falscher Verwendungszweck. Wenn Sie den Verwendungszweck direkt im QR-Code hinterlegen, übernimmt die Banking-App des Zahlenden ihn automatisch – und Ihre Buchhaltung profitiert.
QR-Code in ausreichender Größe drucken. Für zuverlässiges Scannen sollte der QR-Code auf Papier mindestens 3 × 3 cm groß sein. Auf Bildschirmen (z. B. in PDFs oder auf Websites) genügen auch kleinere Darstellungen, da die Kamera näher herangeführt werden kann.
Betrag nur festlegen, wenn er eindeutig ist. Auf Rechnungen mit einem konkreten Gesamtbetrag sollten Sie diesen selbstverständlich im QR-Code hinterlegen. Bei Spendenaufrufen, Trinkgeld-Codes oder flexiblen Zahlungen lassen Sie das Feld bewusst leer.
QR-Code nach dem Erstellen testen. Scannen Sie den generierten Code einmal mit Ihrer eigenen Banking-App, bevor Sie ihn auf einer Rechnung oder einem Flyer verwenden. So stellen Sie sicher, dass alle Daten korrekt übernommen werden.
Druckversion und Bildschirmversion unterscheiden. Für den Druck eignet sich eine höhere Auflösung, damit der Code auch bei leichter Verkleinerung scharf bleibt. Für die Einbindung auf Websites oder in E-Mails reicht die Standardauflösung, die das Tool liefert.
Keinen QR-Code für sensible Daten verwenden. Der Inhalt eines QR-Codes ist nicht verschlüsselt – jeder, der den Code scannt, sieht die enthaltenen Daten. Verwenden Sie SEPA-QR-Codes daher nur für Informationen, die Sie ohnehin teilen möchten (IBAN, Name, Betrag). Vertrauliche Daten gehören nicht in einen QR-Code.